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Besser wissen statt besserwissen


Autos: Eine Segen für die, die drin sitzen, ein Ärgernis für die, an denen sie vorbeistinken und vorbeiknattern. Dass es für den motorisierten Individualverkehr in Städten keine Lösung gibt, haben mittlerweile alle begriffen. Dass die Verantwortlichen der Stadt Zürich alles unternehmen, die negativen Auswirkungen des Verkehrs zu minimieren mit möglichst wenig Eingreifen in das, was viele noch immer als «Freiheit» bezeichnen, das scheint noch nicht richtig angekommen zu sein. Wenigstens wenn die Leserbriefe auf einen Artikel des Tages-Anzeigers über eine Informationsveranstaltung der Stadt Zürich über das Verkehrskonzept für das Brunaugebiet repräsentativ sind für die Stimmung in der Bevölkerung.


Dabei scheut «die Stadt», hochkarätig repräsentiert von Stadträtin Simone Brander, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsamtes, Rupert Wimmer, Geschäftsbereichsleiter Verkehr + Stadtraum sowie Michale Neumeister, Projektleiter beim Tiefbauamt, keine Mühe, der Bevölkerung detailliert zu erklären, welche Wege sie gehen will, um die Bedürfnisse der Wohnbevölkerung und die Ansprüche der Pendler unter einen Hut zu bringen.


Ende Januar dieses Jahres in Wollishofen und Mitte September dieses Jahres in der Enge machten die Verkehrsverantwortlichen mit aufwändigen Plänen und Zeichnungen und Hintergrundinformationen nicht nur klar, was sie beabsichtigen, sondern auch, auf welcher Basis und mit welchen Überlegungen sie ihre Pläne entwickelt haben. Sowohl in Wollishofen wie in der Enge waren Mitglieder der Quartiervereine und Repräsentierende der Quartierbevölkerung in den Prozess der Konzipierung eingebunden. (Vgl. pdf-Datei der Infoveranstaltung vom 18. September 2023)


Nein, eine ideale Lösung gibt es nicht. Aber es wurde an der Veranstaltung offensichtlich, dass alle Interessen eingebunden werden auf der Suche nach der optimalen Lösung. Klar, dabei sind Umwegfahrten beispielsweise nicht zu verhindern, wenn es darum geht, die Schleichwege des Durchgangsverkehres auf jene Strassen zu fokussieren, an denen am wenigstens Menschen wohnen. Dass die Brüllhansel der notorischen Autopendler (leider sind es tatsächlich ausschliesslich «Hansel» und keine «Gretel») solche zusätzlichen Wege mit angestrengtem Sarkasmus als zusätzliche, unnötige CO2-Schleudern zu diffamieren versuchen ist klar. Im Verhältnis zum CO2--Ausstoss ihres langen Weges aus dem Kanton Schwyz bis in die Enge sind diese 250 zusätzlichen Meter ja auch dramatisch.

Die Stadt – so wurde im Laufe der Informationsveranstaltung klar – will weder schikanieren noch bestrafen. Sie geht so zurückhaltend wie möglich und so klar wie nötig vor, und sie behält sich vor, aus den Erfahrungen zu lernen und gewisse Massnahmen zu revidieren, oder für den Fall, dass die Massnahmen ausgetrickst oder ignoriert werden, zu verschärfen.


Für Menschen, die besseres Wissen der Besserwisserei vorziehen, hier der Link zum neuen Verkehrskonzept


Praesentation-Brunaugebiet-Infoveranstaltung (2)
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